0 0

Kolonien Myrmecocystus depilis - Honigtopfameisen

Artikelnummer: 2230MD

Kolonien Myrmecocystus depilis

Gewicht: 0,3 kg
Lieferzeit 1-3 Tage


Myrmecocystus depilis- Honigtopfameisen


Myrmecocystus depilis stammen aus trockenen Gegenden - Steppen in Mexico oder südlich der USA.
Im Gegensatz zu den anderen Myrmecocystus ist diese Art vom Verhalten sehr ähnlich.


Kolonien sind recht Stabil. Problematisch ist die erste Aufzucht bis zu einer kleinen Kolonie mit einigen Arbeiterinnen.

Wir empfehlen die Aufzucht in einem Erdnest. Falls für die Aufzucht ein Reagenzglas verwendet wird dies leicht mit feinem Sand oder Erde befüllen und offen in einem Becken einbringen. Die Tiere möglichst ohne Störungen belassen.

Bitte beachten Sie, kleinere Kolonien oder einzelne Königin nur minimal mit Zuckerwasser zu versorgen. Wir haben festgestellt, dass die ersten Arbeiterinnen die Königin überfüttern können. Später gleichen dies die Honigtöpfe aus und es besteht keine Gefahr mehr da hier die Nahrung zwischengespeichert wird.
Daher ist es ratsam Zuckerwasser in kleinen Mengen zu verabreichen. Wir empfehlen statt Zuckerwasser mehr Futtertiere oder anderes anzubieten.

In mancher Dokumentation davon gesprochen das sich Honigtopfameisen einige Meter tief in den Boden eingraben um an eine höhere Nestfeuchtigkeit zu kommen. Die ersten Honigtöpfe und Brutkammern fanden wir häufig schon bei 60 cm. Die Tiere sind schätzungsweise maximal 1 Meter tief im Boden. Die Tiere waren auch in den eher wenig feuchten Erdschichten weiter unten zu finden. Auf den Steppen kommt es nicht selten zu extremen Niederschlägen die alles überschwemmen. Dies ist der Hauptgrund für die tiefen Nester.
Auch ein wenig logisch! In den Steppen gibt es Monsunzeiten die zu schlagartigen extremen Regenfällen führen. Hier wird nicht selten ein Teil der Steppe für Stunden bis Tage überschwemmt.

Weiter oben ist der Boden feuchter aber die Temperaturen auch noch zu hoch. Teilweise hat man am Tag auf den Steppen bis zu 45 Grad. Die Sonneneinstrahlung ist in den Gegenden sehr intensiv. Myrmecocystus depilis sind wie alle Steppenameisen nicht in der aggressiven hohen Sonnenstrahlung aktiv. Eher am Morgen und am Abend sowie nachts aktiv.

Es reicht aus das Nest leicht zu befeuchten. Nester können flexibel gewählt werden. Ob ein Erdnest, oder Ytongstein oder aber 3D Nester ist alles möglich jedoch sollten Ytongsteine oder 3D Nester mit einer kleinen Erdschicht gefüllt werden ca. 0,5cm bis 1cm am besten sehr feinen Sand oder Erde verwenden. Optimal wäre eine höhere Temperatur tagsüber von 26 Grad.


Myrmecocystus depilis verfügen über einmalige Arbeiterinnen mit einem sehr großen "Honigtopf" Gaster der von 0.017 g zu 0.608 g Gewicht vareren kann. Es ist wunderschön die hängenden Gaster im Bau zu beobachten. Die Lagerarbeiterinnen müssen nicht zwingend an der Decke des Nestes hängen. Als wäre dies nicht schon alles muss man hier auch die Arbeiterinnen und deren sehr schnelle Bewegung als auch aktivere Rekrutierungen positiv hervorheben. Beim Versuch eine große Kolonie auszugraben hat man hier beobachten können wie schnell die Tiere sich trotz der Verwirrung wieder sehr schnell neu rekrutiert haben.

Eine witzige Beobachtung war auch oft an den Nesteingängen feststellbar. Aufgrund von einer optischen Störung kommen die Ameisen regelrecht im Schwarmverhalten auf den Eindringling zu gerannt. 
Die Tiere verfügen nur über etwas Ameisensäure und können daher immer über die Hand krabbeln.

Speichertiere nennt man "Repleten". Diese können sich nicht bewegen. Auch die Ameisen sind später nicht mehr in der Lage diese Repleten zu versetzen.

Als Nest für eine Kolonie empfehlen wir hierzu die MyAnts ant farm stehend - small oder medium.

 Da es sich hier aber auch um Steppenameisen handelt vertragen diese auch gut kälteren Temperaturen bis 10 Grad.

Hier geht es weiter zu allgemeinen Haltungsinformationen.

Hier geht es weiter zu allgemeinen Haltungsinformationen Teil 2.

      • Taxonomie: Unterfamilie: Formicinae (Schuppenameisen) Tribus: Lasiini
      • Lat. Name: Myrmecocystus depilis
      • Verbreitung: Mexiko bis südlich der USA
      • Direkte Herkunft: USA, Texas
      • Schwarmflug: August bis September
      • Farbe: Kopf und Thorax rotbraun bis leicht rot gelb, Gaster braun bis dunkelbraun
      • Lebensdauer der Königin: 15 - 25 Jahre
      • Lebensdauer Arbeiterin: 2 - 3 Jahre
      • Maximale Koloniegröße: in der Heimhaltung bis 800 Tiere, in der Natur bis 500 Tiere *
      • Größe Königin: 8 - 9mm *
      • Größe Arbeiterinnen: 3,5 - 6mm *
      • Soldaten: nicht vorhanden
      • Stachel / Ameisensäure: Ameisensäure vorhanden
      • Winterruhe: nein *
      • Nahrung: Zucker-/Honigwasser, Futterjellys, vorzugsweise Schaben, Mehlwürmer, Grillen etc.
      • Ausbruchsschutz: Talkum 2 – 3cm am oberen Beckenrand trocken auftragen *
      • Aggression: gering
      • Ausbruchsintensivität: gering, Tiere klettern nicht oft am Glas oder Plastik hoch
      • Tagesaktiv / Nachtaktiv: 80% Tagesaktiv 20% Nachtaktiv
      • Lichtintensität vom Nest: können gut an Licht gewöhnt werden; rote Folie ist überflüssig *
      • Verhalten bei Störungen: reagieren etwas auf äußere Einflüsse
      • Temperatur im Nest: durchgehend 24° - 27° Grad *
      • Temperatur in der Arena: 23 Grad reichen aus
      • Licht: normales Tageslicht ist ausreichend; bei künstlicher Beleuchtung empfiehlt sich kaltweiß
      • Luftfeuchtigkeit für die Haltung: 50% - 60%, muss nicht angepasst werden
      • Kolonie Typ: monogyn, gründen manchmal zu zweit bis maximal zu dritt
      • Nestformen / Habitate in der Natur: leben in der Erde ca. 1m Tief; auf trockenen Steppen zu finden
      • Nestformen zur eigenen Haltung: Ytong Stein, unsere hochwertigen Ameisenfarmen, Erdnester; wir empfehlen alle Nester mit 0,5 - 1cm Bodengrund (Sand ohne Lehmgemisch) zu befüllen
      • Arena: Bodengrund Sand-Lehm wird empfohlen; Gegenstände wie kleine Steine, helfen bei der Orientierung; nicht zu stark bestücken oder bepflanzen
      • Nestbefeuchtung: wir empfehlen die Tiere leicht feucht zu halten, Trockenheit im Nest schadet den Tieren nicht
      • Substrate in der Natur: Sand-Lehm Gemisch
      • Reagenzgläser für die Aufzucht: können in offenen Reagenzgläsern (abgedunkelt), in einer Arena liegend, aufgezogen werden *
      • Reagenzgläser bei Lieferung: maximal 2-3 Tage geschlossen lagern
      • Gründung: erfolgt claustral (d.h. ohne Futter); wir empfehlen bei Gründung die Königin immer wöchentlich zu füttern
      • Brutentwicklung: vom Ei bis zur Larve  10 bis 14 Tage, Larve bis Puppe ca. 14 bis 24 Tage,  insg. Ei bis Arbeiterin ca. 4-5 Wochen (stark Temperatur abhängig)
      • Robust auf einer Skala von 1 (kaum) bis 10 (sehr robust): 6
      • Empfohlener Platz für die Haltung in der Arena: ab 20 x 20cm
      • Empfohlener Platz für die Haltung im Nest: Gänge mit wenigen cm reichen den Tieren aus
      • Expressversand: nicht notwendig
      • Winterversand: jederzeit möglich - Winterverpackung mit Heatpack erfolgt ohne weitere Zuzahlungen
      • Nach Erhalt der Lieferung: Reagenzglas nach Erhalt in die Arena legen. 20 – 30 Minuten abwarten, dann vorsichtig den Verschluss entfernen. Damit sollte sichergestellt sein, dass die Tiere nicht panisch aus dem Reagenzglas laufen. Die Tiere können in der Arena einige Woche Ihr Reagenzglas weiterhin als Nest nutzen. Anfangs eignet sich ein feuchtes und abgedunkeltes Nest, um den Umzug der Ameisen zu beschleunigen.
      • Links für diese Ameisenart: wir empfehlen rechte Maustaste „Link im neuem Tapp öffnen"

                        Link für antweb.org; Link für antwiki.org                    

*(Maximale Koloniegröße) In der Heimhaltung von Ameisen wachsen Kolonien, die man stark füttert und durchgehend gut warm hält schneller. Die Kolonien werden somit größer als ihre Artgenossen in der Natur. Das Wachstum ihrer Ameisenkolonie wird mit eiweißhaltigem Futter reguliert und wie gewünscht angepasst.

*(Größe) Die Größe kann auch je nach Sammelregion / Land etwas abweichen. Futtervorkommen und Wetter sind dafür ausschlaggebend. Oft wird der Nachwuchs in der eigenen Haltung etwas größer.

*(Winterruhe) liegt hier nicht vor. Die Tiere können aber von Diapausen in den jeweiligen Ländern betroffen sein.

*(Ausbruchsschutz) Talkum trocken mit einem Pinsel anbringen oder mit dem Finger an die Scheiben im oberen inneren Bereich einige cm breit anbringen. Bei kleinen Kolonien hält das Talkum einige Wochen.

*(Lichtintensität vom Nest) Anfänglich wird empfohlen das Ameisennest abzudunkeln. Sobald die Tiere eingezogen sind kann diese Abdunkelung einige Wochen später entfernt werden.

*(Temperatur im Nest) Stark wechselnde Temperaturen können zu einer Diapause* führen. Bei Myrmecocystus keine Seltenheit.

*(Nestbefeuchtung) Extreme Trockenheit über eine längere Zeit kann zu einer Diapause. *

*(Diapause) Die Diapause, in Bezug auf die Tierruhe ist eine Verzögerung der Entwicklungsphase als Reaktion auf regelmäßige und wiederkehrende Perioden ungünstiger Umweltbedingungen. Es wird als physiologischer Ruhezustand mit sehr spezifischen initiierenden und hemmenden Zuständen betrachtet.

*(Monogyn) Nur eine Königin wird akzeptiert. Oft legen monogyne Königinnen mehr Brut als Arten die polygyn sind. Bei polygynen Arten kann es vorkommen, dass trotz mehrerer Königinnen nur eine (die dominanteste) Brut legt.

*(Reagenzgläser für die Aufzucht) Reagenzgläser dürfen leicht verschmutzt sein. Wir empfehlen immer etwas Erde / Sand-Lehm im Reagenzglas zu haben. Dies ist bei der Lieferung je nach Bedarf vorhanden. Niemals unnötig tauschen. Der Wechsel stresst die Ameisen extrem, da die Ameisen an das alte Reagenzglas gewöhnt sind. Das neue Reagenzglas muss einige Tage geschlossen bleiben, sonst verlassen die Tiere es panisch.

Versand von exotischen Ameisen:
Wir versenden ohne Aufpreis, je nach Bedarf mit 72h Heatpacks.
Der Versand ist dadurch auch bei kalten Temperaturen möglich.


 

schreibt
Huhu, Ameisen sehr gut erhalten. Versand erfolgte schnell. Service am Telefon sehr gut!